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Zeitumstellung 2017 – Sommerzeit oder Winterzeit?

In Deutschland gilt nicht nur die Winterzeit, sondern auch die Sommerzeit. Die nächste Zeitumstellung findet jeweils im März und im Oktober statt, wobei die Uhrzeit um eine Stunde nach vorn bzw. zurückgestellt wird. Für Menschen in Deutschland, aber auch für Urlauber ist es wichtig, sich über die aktuell geltende Zeit zu informieren, um Termine nicht zu verpassen und oder Züge bzw. Flugzeuge pünktlich zu erreichen.

Die Geschichte der Zeitenumstellung

Zeitumstellung - Sommerzeit und WinterzeitErstmals wurde die Uhrzeit im Jahr 1916 umgestellt. Die gesetzliche Regelung für diese Zeitumstellung hielt sich aber nicht lange, sondern wurde zwischenzeitlich immer wieder abgesetzt. Im Jahr 1947 gab es sogar eine „Hochsommerzeit“, die jedoch nicht dauerhaft Bestand hatte. Die heute bekannte Umstellung zwischen den Zeiten wurde erst 1980 eingeführt. Grundlage ist das Gesetz zur Zeitumstellung der Bundesrepublik Deutschland, welches zuletzt 2001 angepasst wurde. Demnach wird die Sommerzeit ab 2002 auf unbestimmte Zeit eingeführt. Die Umstellung auf die Sommerzeit erfolgt am letzten Sonntag im März, wobei die Zeit hier von zwei Uhr auf drei Uhr geändert wird. Die Winterzeit beginnt nach dem Zeitgesetz am letzten Sonntag im Oktober, die Zeitumstellung erfolgt hier um drei Uhr. Dabei wird die Uhr um eine Stunde auf zwei Uhr zurückgestellt. Generell gilt die Winterzeit als Standardzeit, in Deutschland gilt dann die Mitteleuropäische Sommerzeit MEZ. Die Sommerzeit nimmt einen besonderen Status ein.

Gründe für die Uhrzeitumstellung

Als wichtigster Grund für die Zeitumstellung gilt die Ansicht, dass hiermit Energie gespart werden kann. Da es im Sommer so länger hell bleibt, ist es am Abend nicht nötig, das Licht in den Wohnräumen einzuschalten. Diese Überlegung fußt auf den Erfahrungen aus den Zeiten der Ölkrise, als nicht ausreichend Energie zur Verfügung stand und deshalb gespart werden musste. Nicht umsonst wird die Uhrzeit im Sommer im englischsprachigen Raum auch als „Daylight Saving Time“ bezeichnet. Über den Sinn und Unsinn der Umstellung wird bereits seit Jahrzehnten diskutiert. Viele Experten wollen sie sogar abschaffen. Vor allem die Energieeinsparung wird kritisch gesehen, denn zwar spart man während der Sommermonate Lichtenergie, diese wird in den kälteren Monaten März, April und Oktober jedoch als Heizenergie benötigt. Auch die mitunter negativen gesundheitlichen Folgen der Zeitumstellung, die vor allem von älteren Menschen beklagt werden, geben Anlass zu Diskussionen.

Vorteile und Nachteile der Zeitumstellung:

– Bessere Ausnutzung des Tageslichts
– Mehr Zeit für Unternehmungen im Sommer
– In den kalten Monaten wird mehr Heizenergie benötigt
– Ev. gesundheitliche Beeinträchtigung („Mini Jetlag“)

Nicht alle Staaten beteiligen sich

Da die Zeitumstellung immer wieder kritisch betrachtet wird, nehmen nicht alle Staaten weltweit daran teil. Während zahlreiche europäische Länder wie Deutschland, Spanien oder Dänemark ihre Uhren umstellen, verzichten China, Russland und auch viele afrikanische Staaten darauf. Sie bleiben das ganze Jahr über bei der Standardzeit, was für die Bewohner durchaus Vorteile hat. In den USA müssen sie nicht zwischen verschiedenen Zeiten hin und her pendeln und können sich auf die eine Zeit verlassen. In den Ländern, die an der Zeitumstellung teilnehmen, müssen sich die Menschen immer wieder neu orientieren, wobei Zeitungen und auch Fernsehen mittlerweile umfassend informieren. Für Reisen ins Ausland ist es aber ratsam, sich über die aktuellen Zeiten zu informieren und hierfür ggf. die Weltzeituhr zu nutzen, die die jeweiligen Uhrzeiten in den verschiedenen Staaten aufzeigt.

Merksprüche für die Zeitenumstellung 2017

Generell gilt, dass die Uhren im Sommer um eine Stunde nach vorn gestellt werden, damit es länger hell bleibt. Im Winter wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt, um das Tageslicht am Morgen besser ausnutzen zu können. Obwohl die Zeitumstellung bereits seit 1980 besteht, wissen viele Menschen nach wie vor nicht Bescheid und überlegen in jedem Jahr aufs Neue, wohin die Uhren gedreht werden. Daher haben sich in der Praxis verschiedene Merksprüche durchgesetzt, die oft schon die Jüngsten aufsagen können:

Im Sommer werden die Gartenmöbel VOR das Haus gestellt, im Winter werden sie ZURÜCK ins Haus gebracht.

Das Thermometer zeigt im Sommer PLUS, im Winter MINUS

Die Zeit, die sich das Frühjahr nimmt, muss man im Herbst zurück geben.

Im Frühjahr muss man EHER aufstehen.

Wer unsicher ist, kann sich einen dieser Sprüche merken, um sich wieder neu über die Zeitumstellung zu informieren. Alternativ bietet sich aber auch die Atomuhr an, die auf Basis der koordinierten Weltzeit die aktuelle Uhrzeit angibt. Sie wird auch genutzt, um die Sommerzeit und die Winterzeit in verschiedenen Erdteilen anzuzeigen.

Links zum Thema Zeitumstellung: